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Walschutzgebiet

Viele Menschen glauben noch immer, dass man Wale nur mitten im Pazifik, in Baja California oder in Südafrika sehen kann, aber auch bei uns im Mittelmeer gibt es zahlreiche Wale und Delfine. Wenige Meilen vor unseren Küsten kann man riesige Finnwale (mit 20-24 Metern Länge sind sie nach dem Blauwal das zweitgröße Lebewesen der Erde), Pottwale (das größte Raubtier der Erde) und weitere sechs Arten beobachten.

Das Schutzgebiet für Meeressäugetiere im Mittelmeer, Santuario Pelagos, erstreckt sich über etwa 88.000 km2 in Italien, Südfrankreich und Sardinien und umfasst die inneren Küstengewässer und die Hoheitsgewässer Frankreichs, Monacos, Italiens und der angrenzenden pelagischen Inseln. Ein Seegebiet, das ein Erbe von unschätzbarem Wert verbirgt, das vielen noch unbekannt ist.

Die unterschiedlichen Walarten, die regelmäßig im Walschutzgebiet gesichtet werden, finden in diesen Gewässern die idealen Bedingungen für Nahrungssuche und Fortpflanzung. Es handelt sich um Finnwale (Balaenoptera physalus), Pottwale (Physeter macrocephalus), Cuvier-Schnabelwale (Ziphius cavirostris), Grindwale (Globicephala melas), Rundkopfdelfine (Grampus griseus), große Tümmler (Tursiops truncatus), Streifendelfine (Stenella coeruleoalba) und die seltenen gemeinen Delfine (Delphinus delphis). Die Streifendelfine sind am zahlreichsten, von ihnen gibt es mehr als achttausend Exemplare, gefolgt von den Finnwalen, von denen im Sommer mehr als vierhundert gezählt werden können.

Ein Erbe, das man kennen muss, um es zu schätzen und zu lieben. Es gibt dafür viele Möglichkeiten, man kann Halbtagesausflüge an Bord von Schnellbooten zum Whale Watching unternehmen, ein Wochenende auf einem Segelboot zum Whale Watching verbringen, oder an Forschungskreuzfahrten, die das Institut Tethys von Portosole in Sanremo aus im Walschutzgebiet durchführt, teilnehmen.  Jeder kann ohne wissenschaftliche Vorbildung Walen und Delfinen begegnen und die Meeresbiologen begleiten, während sie Daten sammeln und zu ihrem Schutz beitragen.

www.tethys.org

[Sabina Airoldi]

 

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