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Die Weine Liguriens

Die ligurischen Weinberge haben seit jeher eine geheimnisvolle Aura mit Sorten aus dem ganzen Mittelmeer, die ligurische Seefahrer und Wanderer mit sich brachten und die an den ligurischen Hängen ideale Bedingungen fanden.
Der Historiker Giorgio Gallesio, 1772 in Finalborgo geboren, machte sich als erster daran, das Puzzle der ligurischen Weine zu sortieren und zu katalogisieren. Aus einer Adelsfamilie stammend, folgte Gallesio dem ihm familiär vorbestimmten Weg im Staatsdienst und war napoleonischer Unterpräfekt bis zu seiner Rente im Jahr 1823. In seinem zweiten Lebensabschnitt widmete er sich Studien und Reisen zur Erforschung der verschiedenen Weinsorten wie dem Vermentino oder dem damals bei Genua verbreiteten Dolcetto, der nun zum Ormeasco geworden ist: einem Schatz der Westküste Liguriens. Die damals sehr wichtige Stadt Taggia verfügte über ein große Vielfalt an Weinsorten wie Crovajola, Barbarossa, Aleatico, Moscatelli, Vermentino. Einige sind heute vollständig verschwunden während andere dank mutiger Weinbauern überlebt haben.
In der Gegend von Ventimiglia und Mentone dominiert damals wie heute die Sorte Rossese mit leichter Gärung. Hier wurde auch die Barbarossa-Traube angebaut, rosa und mit gutem Ertrag, aber mit geringem Alkoholgehalt. Unter den Weißweinen gibt es den Tabacca, eine alte Sorte mit großen Trauben, der einen kräftigen und besonderen Wein ergibt und nun von einigen jungen Winzern wiederentdeckt wird, außerdem den immer schon dagewesenen Vermentino und den immer seltener werdenden weißen Rossese.

Massimo Sacco

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