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Die Engländer in Alassio – Die Belle Epoque der Riviera

Dank der wunderschönen Landschaft und des gemäßigten Klimas wurde Alassio im späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert zu einem beliebten Urlaubsziel für die Briten, die als erste hierher kamen und später viele weitere Landsleute nach sich zogen. In mehr als einem Jahrhundert haben sie wertvolle und wichtige Zeugnisse ihrer langen Aufenthalte an der Riviera hinterlassen.

Neben dem Bahnhof wurden die anglikanische Kirche, die Bibliothek, die Kunstgalerie Richard Whateley West und der Tennis Club Hanbury erbaut, der noch heute fast unberührt seine großartige Architektur bewahrt hat.

Der Bau der anglikanischen Kirche in perfektem neugotischem Stil begann im Jahr 1882, unter der Aufsicht des Kanons der Kirche St. Paul in London.

In der Kunstgalerie Richard Whateley West sind 76 Gemälde des gleichnamigen irischen Künstlers ausgestellt, der sich im Jahr 1890 in Alassio ansiedelte. Er widmete seine Kunst der Stadt Alassio und den umliegenden Gebieten und verewigte sie in poetischen Ansichten. Der zu jener Zeit bekannte englische Architekt William Douglas Caroe entwarf die Kunstgallerie, die im Jahr 1907 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Dank des Vermächtnisses der Tochter des Künstlers wurde die wertvolle Sammlung um 70 weitere Gemälde aus den frühen sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts bereichert. Hier befindet sich auch der Sitz der englischen Bibliothek für den angelsächsischen Buchbestand mit einer Sammlung von etwa 15.000 Bänden aus den Jahren 1850 bis 1930.

Last but not least, der für seine Schönheit und Charme bekannte Tennis Club Hanbury, der seit seiner Entstehung im Jahr 1927 von Daniel, dem Sohn von Sir Thomas, verwaltet wurde, zusammen mit weiteren Immobilien seines Vater in Alassio, wie der British Club, das Hotel Norfolk und die zahlreichen Villen, die er auf den Hügeln von Alassio in der Jahrhundertwende gebaut hatte.

Seit etwa zehn Jahren wurde das ursprüngliche Interieur des Clubhauses trotz der intakten Möbel und dekorativen Elemente zu einer Art Tennis–Museum; hier können Sie an den Wänden Hunderte von antiken Holzschlägern, Fotos, Plakate, verschiedene Schmuckstücke und Gegenstände aus der Welt des Tennis und Old England bewundern!

[Viviana Spada]

 

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