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Santa Tecla – Ein der Stadt zurückgegebenes Juwel

Einmal durch das massive Eingangstor hindurch, betreten Sie eine Realität, in der  Vergangenheit und Zukunft miteinander verschmelzen. Der Innenhof wurde mit einer spektakulären Glas- und Stahlabdeckung erweitert, durch die man bis in den Himmel sehen kann. Ein unbezahlbarer Eindruck. Eine schöne Holztreppe führt in die ehemaligen Zellen der Gefangenen und dann weiter zum aussichtsreichen Gehweg auf dem Dach, von wo aus man einen 360° Blick über die Stadt genießen kann. Das hier eingerichtete Restaurant bietet die ideale Location für romantische Abendessen.

Die Geschichte der Festung von Santa Tecla ist eine lange Geschichte. Der Bau wurde von der Genuesischen Republik nach einem Aufstand des Volks von Sanremo in Auftrag gegeben, das nach dem Österreichischen Erbfolgekrieg den Anschluss an das Königreich Sardinien verlangt hatte. Die Republik San Giorgio reagierte heftig und entschied diese Festung zu bauen, um die Bevölkerung einzuschüchtern. Kein Zufall also, dass die Kanonen-Schlitze mit Blick auf die Stadt und nicht auf das Meer ausgerichtet sind. Die Festung wurde in nur 11 Monaten erbaut und am 12. März 1756 „eröffnet“. Am Ende des 18. Jahrhunderts wurde sie von Napoleons Truppen besetzt, die die Bevölkerung von Sanremo vom Joch der Republik Genua „befreite“. Im Jahr 1815 mit dem Anschluss von Ligurien an das Königreich Sardinien, wurde Santa Tecla eine Kaserne für die Infanterie der Savoyen und später der Armee der Karabinieri. Für mehr als ein Jahrhundert, von 1864 bis 1997 wurde sie als Gefängnis benutzt, mit Ausnahme von zwei Zeitepochen: Von 1915 bis 1918 diente sie als Basis von Wasserflugzeugen und von 1943 bis 1945 als Munitionsdepot während der deutschen Besetzung.

[Simona Maccaferri]

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