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Villa Pompeo Mariani, der Wohnsitz der Kunst

Als im Jahre 1909 der Maler Pompeo Mariani die kleine Villa in der Via della Madonnetta in Bordighera von der Gräfin Fanshawe erwarb, hatte er ein ehrgeiziges Projekt im Sinn.

Seit 1889 besuchte er Bordighera, bis er sich endgültig dazu entschied von Mailand wegzugehen und seinen ligurischen Wohnsitz in einen Schrein voller Kunst zu verwandeln.

Seine neue Heimat, wo er bis zu seinem Tod im Jahre 1927 lebte, wird Zeugnis einer äußerst fruchtbaren künstlerischen Phase.

Seit 2008 gehört die Villa zu den 900 „Künstlerhäusern“, die weltweit erhalten und heute besichtigt werden können; sie wird von der Associazione Dimore Storiche Italiane (ADSI) verwaltet.

Die Villa Mariani ist von etwa einem Hektar großem Park umgeben, der ursprünglich Teil des Gartens Moreno war; bekannt dafür, dass hier im Jahre 1884 Claude Monet drei seiner Bilder malte: Ansichten von Ventimiglia, Studium der Olivenbäume, Garten in Bordighera – Eindrücke am Morgen. Noch heute kann man die auf den Bildern dargestellten Ansichten sehen, sogar die von Monet gemalte Olive.

Im Jahr 1911 beauftragte Mariani den Architekten Rodoldo Winter im Park ein großes Atelier zu bauen, dass er „Specola“ (Beobachtungsstelle) nannte.

Der aktuelle Besitzer und Präsident der Stiftung Pompeo Mariani, Dott. Carlo Bagnasco, hat nach sorgfältiger Recherche alle die Objekte wieder zusammengestellt, die zu jener Zeit im Atelier existierten und sie in ihrem Originalzustand wieder angeordnet.

Es ist demnach alles genauso erhalten wie zu jener Zeit. Der Besuch der Werkstatt ist eine faszinierende und unvergessliche Reise in eine Welt der Kunst, die all seine antike Atmosphäre unverändert beibehalten hat.

[Rosanna Calo]

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