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Das Brot aus Triora

„Kein Brot schmeckt so gut mit Tomate wie das aus Triora. Sie sind wie für einander gemacht. Seit Beginn der Welt wurden sie dazu geschaffen sich zu vereinen.“ So feiert der Schriftsteller Rosella Postorino das Triora Brot in seinem Buch “Il mare in salita”.  Das so romantisch beschriebene Brot entsteht in Triora, einem Ort im Valle Argentina bekannt als die Heimat der Hexen. Der Name der Stadt stammt von „tria ora“, drei Mündern, die Backen von Cerberus, die traditionell die drei Produkte repräsentieren auf denen ursprünglich die lokale Wirtschaft aufbaute: Weizen, Kastanien und Trauben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, entschied Angiolino Asplanato, Bäcker in Triora di Produktion mit Hilfe der alten mündlich überlieferte Rezepte wieder aufzunehmen. Die Rohmaterialien waren lokale Zutaten: Quellwasser aus den Bergen und Weizen, der zu jener Zeit reichlich  im Valle Argentina vorkam. Die Größe war und ist auch heute noch so, die eines Bergbrotes: Laibe von 500 Gramm oder einem Kilo, erkennbar an der typisch runden und breiten Form, innen vergoldet, außen knusprig und mit Kleiestaub bedeckt, auf dem es vor dem Backen abgelegt wird. Hauptzutat des Triora Brot, aufgenommen in der nationalen Liste der Lebensmittel (PAT), eine Art Gütezeichen (vom Ministerium erteilt), ist das Mehl vom Typ-1-, reicher an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen als raffiniertes Mehl.

Wenn man nicht das Glück hat an einem Nachmittag der Woche in Triora zu sein und das Brot direkt in der Bäckerei Asplanato noch heiß aus dem Ofen zu essen, der kann es in vielen Geschäften in den wichtigsten Städten an der Ligurischen Küste und im Hinterland verstreut finden.

[Ilaria Grigoletto]

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