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Der Moscatello von Taggia

Wenn Du es schaffst bist Du hartnäckig, wenn Du scheiterst bist Du ein Dickkopf. Dies ist eine Geschichte von Hartnäckigkeit, einer Eigenschaft, die den Liguriern bereits zu frühesten Zeiten zugeschrieben wurde. Der hartnäckige Protagonist dieser Geschichte ist Eros Mammoliti, der ganz nach seinem Namen in sein Land und das was es produziert verliebt ist. Insbesondere was die vom Aussterben bedrohte Rebsorte Moscatello von Taggia betrifft, die im Mittelalter aber auch später sehr bekannt war.

Der aus Ceriana – einem Ort gleich oberhalb von Taggia – stammende Eros Mammoliti, der im normalen Leben Techniker der Berggemeinde war, begann mit seiner Suche nach der Rebsorte, ein fast mittelalterliches Unternehmen, nach alter Manier zu Fuß durch die Berge, Hügel oder Täler. Für ihn war diese Suche nicht nur eine Art persönliche Weiterentwicklung, sondern fast wie eine Eingebung von oben. Er hörte den Alten der Gegend zu und durchsuchte die verlassenden oder schlecht gehaltenen Weinberge.

Seine stoische Hartnäckigkeit wurde inzwischen zur Legende und Mammoliti erzählt noch nach so vielen Jahren mit Erstaunen in der Stimme: „Die Region Ligurien kam auf mich zu und sagte zu mir: Das kann doch nicht sein… jeder fragt nach Geld für die Unterstützung jeglicher Projekte und Sie beantragen keins? Und sie bot mir die wertvolle Zusammenarbeit mit Frau Dr. Anna Schneider der CNR und Universität Turin an.” Der Winzer Lorenzo Tablino – der mit Mammoliti zusammenarbeitet  – stellt sich bei Frau Schneider mit einer gut konservierten Barbatellarebe vor, die er durch die Übertragung vom Moscatello di Taggia erhalten hat. Und so entstand aus einem kleinen Rebensteckling dank der Beharrlichkeit eines Mannes und der Geduld seiner Frau, die seine Leidenschaft teilte, ein neuer feiner Wein, der die Auszeichnung Doc erhalten hat.

 

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